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Sonnenschwein

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Feilandhaltung der Sonnenschweine



Eine biologische Freilandhaltung von Schweinen ist durchaus nichts Neues, ab einer gewissen Größe in Österreich jedoch sehrwohl selten.

In dieser Haltungform hat der Bauer die einzigartige Möglichkeit sich wieder auf die Regeln der Natur zu besinnen und darauf zu achten, was Schweine tatsächlich brauchen um in der Natur zurecht zu kommen - also ihre Urinstinkte ausüben können.

Die wichtigsten NaturInstinkte der Schweine sind:

  • Wühlen: Ständig ist der Rüssel unter der Erde - bei der Suche nach Wurzeln, nach interessanten Düften oder weil ein Regenwurm sich gerade in die Tiefen der Erde verabschiedet hatte, aber doch sooo gut gewesen wäre...
  • Suhlen: Inbesondere in der wärmeren Jahreszeit ist den Schweinen nichts angenehmer als in einer Schlammsuhle zu baden! Dies dient zur Abkühlung des Körpers (Schweine können nicht schwitzen) und auch zur Hautpflege! Sogar offene Verletzungen verheilen nach einem Suhlbad erstaunlich schnell und entzünden sich - entgegen schulmedizinischer Weisheit - nicht!
  • Spielen und sich Beschäftigen: Ob mit dem Rüssel in der Erde, beim Hintern-Kratzen am großen Baumstamm oder beim Spiel mit den Ferkel-KollegInnen - Schweine sind ihr Leben lang verspielt und gesellig!
  • Nestbau und Geburt: Mutterschweine sind kurz vor der Geburt ihrer Ferkel sehr sehr empfindsam. Einerseits suhlen sie sich stundenlang mit dem Bauch im Schlamm - zur Abkühlung des Unterleibes. Und andererseites beginnen sie sich ein eigenes, gut ausgesuchtes Nest für die Geburt zu bauen - Stroh, Äste u. a. Material wird dazu in wenigen Stunden zusammengetragen und damit ein wärmendes oder kühlendes Nest gebaut! Schweinemütter würden ihre Geburtsnester NIE auf verstrahlten Plätzen bauen!
  • Ruhe und eine ungestörte Umgebung ist den Mutterschweinen bei ihrer Geburt sehr wichtig! Unruhige u. lästige Jungferkel sollten daher nicht in diesem Areal der Geburt sein.
  • Wenn strukturell möglich, darf der Eber gerne bei seinen neuen Ferkelchen dabei sein! Hormonell gesteuert wird er von der Mutter dazu sogar angelockt!

Die Kastration der jungen Ferkel erfolgt im Alter von etwa 8-10 Wochen, in dieser Zeit werden die Ferkel auch von der Mutter wieder getrennt, was auch ein natürlicher Prozess ist.

Leider beinahe einzigartig in Österrich ist, dass die Kastration am Bauernhof Hackl ausschliesslich unter Narkose der Ferkel stattfindet. Dies war bislang eine freiwillige aber kostenintensive Handlung im Sinne des Tierschutzes. In Zukunft wird die Kastration unter Narkose nun aber endlich auch österreichischer Bio-Standard!

Die Weiden sollten so angelegt sein, dass sie möglichst viele Strukturen bietet - Baumreihen, Büsche, Schattenplätze und Wasserstellen sind notwendig. Ganz wichtig aber ist eine große Weidefläche die möglichst lange Futter oberhalb und unterhalb der Erde bietet!

Pro ha Weidefläche sollten nicht mehr als 10 bis max. 14 Mastschweine pro Jahr leben!

Durch Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Universität f. Bodenkultur (BOKU) Wien konnten wir auch feststellen, dass in unserer Art der Schweinehaltung weder ein Parasitendruck vorhanden ist (einmalige Entwurmung der Ferkel beim Kastrieren), noch gibt die Stickstoffauswaschung in den Ackerboden zu bedenken. Im Gegenteil - überraschender Weise ist sehr wenig Reststickstoff nach einer Weidenutzung im Ackerboden vorhanden - was darauf schliessen lässt, dass Schweinekot aus Freilandhaltung auch in seiner Zusammensetzung nicht vergleichbar ist mit Kot von Stall-Schweinen!

 

Viele Bereiche in der Freiland-Schweinehaltung werden oft fälschlich mit Daten der Stallhaltung verglichen! In Punkten der Tiergesundheit, Bodenvitalität, Verwurmung, Körperentwicklung der Schweine u.a. sind die Sonnenschweine auch den BIO-Stallschweinen um vieles voraus und im Vorteil! Dies wurde ebenso von der Univ.f. Bodenkultur in einer Vergleichsuntersuchung bestätigt!

Probleme in der Freilandhaltung liegen eher in der Wirtschaftlichkeit! Durch die viele Bewegung die die Schweine am Acker machen wird viel Energie verbaucht, das wiederum deutlich höhere Futterkosten pro Schwein bewirkt.

Daher ist ein Absatz dieser Schweine nur über eine spezielle Schiene möglich und nicht wirtschaftlich wenn sie über den normalen Bio-Schweinemarkt verkauft werden müssen.

Obwohl - die Fleischqualität von Freilandschweinen ist UNSCHLAGBAR! Deutlich mehr intramuskuläres Fett (Rassenabhängig) und wenig Rückenspeck! (MFA ca. 60%!)

Die Sonnenschweine vereinen in ihrer Rassenkreuzung zwei alte und sehr robuste Schweinerassen. Duroc x Schwäbisch-Hällisch wird in verschiedenen Kreuzungslinien gezüchtet, womit beste Erfahrungen in Robustheit, Gesundheit und auch Fleischqualität gemacht wurden.

Die Schlachtung erfolgt zum abnehmenden Mond und in Gruppen. D.h., die Schweine werden ein paar Tage vor der Schlachtung zusammen in einen eigenen Bereich gebracht  und einen Tag vor der Schlachtung bereits in einen Stall am Schlachthof chauffiert, damit sie sich an die ungewohnte Umgebung gewöhnen können.

Gedanklich werden die Schweine von Norbert Hackl auch auf diesem letzten Wege mit Respekt und Dankbarkeit für ihr Leben begleitet.

 

zu den Produkten vom Biohof Labonca


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